My Instagram Game

Instagram. 
Seit dem Launch dieser App im Jahr 2010 bin ich ein Fan! Ich war sozusagen Nutzerin der ersten Stunde. Seither hat sich einiges getan. Heute möchte ich euch ein bisschen von meiner persönlichen Instagram Reise erzählen und euch unter anderem zeigen, wie ich meine Bilder bearbeite und meinen Feed so einheitlich halte, wie er ist.

WIE HAT ALLES ANGEFANGEN?
Der Account, mit dem ich damals begonnen habe, existiert nicht mehr. Das liegt daran, dass ich eines Tages nicht mehr zufrieden mit meinem Feed war. Als das mit Instagram damals angefangen hat, wollte von einheitlichen Feeds noch niemand etwas wissen. Ich auch nicht. Als das dann aber ein paar Monate später „eine Ding“ wurde, stand ich doof da. Bei mir hat wirklich gar nichts zusammengepasst. Einmal ganz abgesehen von den furchtbaren (!) Filtern, die es bei Instagram damals gab und die JEDER, also wirklich jeder, verwendete. Zu dieser Zeit gab es sogar noch die Option einen Account zu löschen. Das tat ich und erstellte mir noch am selben Tag einen neuen. Mein Benutzername wechselte damals ungefähr im Wochentakt. Ich war einfach mit gar nichts zufrieden und wusste ehrlich gesagt auch nicht wirklich, was ich da tue und worauf ich mit meinem konzeptlosen Bildergeposte eigentlich hinaus will.

WIE GING ES WEITER?
Es dauerte einige Jahre bis ich den Dreh in Sachen Instagram wirklich raus hatte. Über lange Strecken habe ich mich aber auch nicht wirklich damit beschäftigt.

FUN FACT: Zwischendurch, im Jahr 2013, hatte ich neben meinem privaten Account auch noch einen zweiten, auf dem ich Bilder von berühmten Balletttänzern und Tänzerinnen gepostet habe um andere Menschen, die auch tanzen, zu inspirieren. Dieser Account war mein bester Lehrer für alles was mit dem Aufbau von Reichweite zu tun hat.
Wenn man in eine bestimmte Richtung geht, die viele Leute interessiert und vor allem, wenn man aktiv ist und mit anderen interagiert, kann man sich vor Followern kaum noch retten.
Mit diesem Account, den es übrigens immer noch gibt (@unitedballerinas), habe ich innerhalb von drei Monaten 8000 Follower erreicht. Irgendwann wurde mir das ganze aber zu viel und ich wollte keine Zeit mehr darin investieren. Der Account wurde dann kurzerhand an eine meiner FollowerInnen verlost.

Die Richtung, von der ich gerade gesprochen habe, die man braucht, um so viele Menschen wie möglich anzusprechen, hat mir auf meinem privaten Account eigentlich immer gefehlt. Ich bin kein Beauty-Guru, für Fashion Posts hatte ich immer viel zu viele Probleme mit meinem Aussehen, ich bin keine Künstlerin und ich mache keine herausragenden Fotos von unglaublichen Landschaften.
Es ist schwierig seine Nische zu finden.

Dieses Jahr im Frühling war es dann wieder soweit: Ich hatte genug von meinem Account. Die Reichweite, die ich mir damit über die Jahre aufgebaut hatte (ungefähr 1700 Follower) war meiner Meinung nach nichts wert. Die meisten Accounts, die unter meinen Followern waren, waren entweder nicht mehr aktiv oder ihnen wurden Dank des Algorithmus von Instagram meine Bilder nicht mehr angezeigt.
Es fand so gut wie keine Interaktion statt und genau das hat mir nicht mehr gefallen.
Instagram ist immerhin ein soziales Netzwerk. Der soziale Aspekt war bei mir aber einfach nicht mehr vorhanden. Ich beschloss also, auch wenn es mir wahnsinnig schwer fiel, meinen Account gegen einen neuen auszutauschen.

WIE SIEHT ES JETZT AUS?
Seither gibt es @hannahivanka.
Mein alter Account hieß auch schon so, war aber eben ganz anders.
Meine Nische habe ich zwar eigentlich immer noch nicht so richtig gefunden, aber vielleicht muss ich das auch gar nicht mehr. Ich poste einfach das, wonach mir gerade ist. Seit ich diesen Account habe, versuche ich, so aktiv wie möglich zu sein und täglich mit anderen Nutzern zu kommunizieren. Eine Sache, die mir dabei wahnsinnig hilft, ist INSTAGRAM STORIES. Wenn ihr meinem Account folgt, dann wisst ihr wahrscheinlich bereits wie sehr ich es liebe.
Es ist perfekt um zwischendurch einfach Gedanken zu teilen und eine Beziehung zu seinen Followern aufzubauen. Seit es die Stories Funktion gibt, macht mir Instagram allgemein wieder viel mehr Spaß.
Bevor ich mein erstes Bild auf meinem neuen Account veröffentlichte, war mir eines klar: Ich wollte unbedingt einen einheitlichen Feed haben. Nicht, weil das alle haben, sondern einfach weil es mich persönlich anspricht und ich finde, dass es eine schöne Beschäftigung ist, durch Bearbeitung alle Fotos aneinander anzupassen.
Natürlich würde das alles nicht so gut funktionieren, wenn ich nicht Hilfe von meinen Lieblings-Apps hätte.

WIE BEARBEITE ICH MEINE BILDER UND WIE WIRD MEIN FEED SO EINHEITLICH?

So sieht mein Feed momentan aus:

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Ich verwende meistens stark kontrastige Bilder mit wenig Sättigung. Zusätzlich versehe ich sie noch mit ein paar Special Features – aber mehr dazu gleich!

Die beiden Apps, die ich eigentlich immer verwende um meine Bilder zu bearbeiten sind PS Express (Gratis im App-Store) und Afterlight (Um die 4 Euro im App-Store).

Weitere Lieblingsapps von mir:
Enlight, 8mm, Picfx, RAD VHS, KaleidaCam, Snapseed

Damit ihr sehen könnt, wie ich genau vorgehe, wenn ich ein Bild für Instagram bearbeite, zeige ich euch heute eine Schritt für Schritt Anleitung. Es steht euch natürlich frei sie nachzumachen. Besser ist es aber euch einfach inspirieren zu lassen und euren eigenen Stil zu finden.

Als Beispiel habe ich mir dieses Bild ausgesucht:

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Das Bild wurde schon vorher von der Fotografin bearbeitet. Damit es aber in meinen Feed passt und diesen „geheimnisvollen Touch“ bekommt, der meinen Bildern immer nachgesagt wird, sind noch ein paar kleine Anpassungen notwendig.

1. Ich öffne mein Bild in PS Express:

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2. Ich nehme einige Änderungen vor, die dem Bild die gewünschte Farbstimmung geben:

Mit Exposure helle ich das Foto etwas auf, dann verstärke ich mit Contrast den Kontrast, nehme mit Temperature etwas die warmen Töne aus dem Bild und drehe schließlich mit Saturation die Sättigung relativ weit hinunter.

Das Bild sieht danach so aus:

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3. Ich speichere das bearbeitete Bild und öffne es als nächstes in Afterlight. Auch hier nehme ich einige Anpassungen vor.


Zuerst verwende ich den Filter „Russ“ in einer geringen Stärke um das Bild noch etwas matter zu machen. Ihr findet ihn in der Filter-Sammlung „Guest“.
Danach lege ich einen der Dusty-Filter darüber. Meistens verwende ich 9, 11, 12 oder 13. Bei diesem Bild habe ich mich für die Nummer 12 entschieden.
Zum Schluss füge ich in den Grundeinstellungen noch etwas Grain hinzu um dem Bild eine leichte Körnung zu geben.

4. Die Bearbeitung an sich ist nun abgeschlossen. Jetzt muss das Bild noch instagram-tauglich gemacht werden:

 

Ich schneide das Bild im quadratischen Format zu und gebe ihm einen weißen Rahmen mit einer stärke von 25. Das lässt die Abstände zwischen den einzelnen Bildern in meinem Feed etwa größer wirken, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Am Ende speichere ich das Bild und erhalte damit folgendes Ergebnis:

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Was hier klingt wie ein ewiger Prozess dauert in Wirklichkeit keine fünf Minuten.

Um mir zum Schluss anzusehen, wie mir mein neues Bild gemeinsam mit meinen bereits vorhandenen Bildern gefällt, verwende ich eine App namens UNUM. Hier kann ich Bilder einfügen und mir in meinem Feed anschauen bevor ich sie tatsächlich auf Instagram hochlade.

Ich hoffe meine kleine persönliche Instagram Geschichte hat euch gefallen und ich konnte euch mit meine Editing Anleitung etwas inspirieren und weiterhelfen. Wenn ihr Lust habt, dann schreibt mir doch mal, was so eure liebsten Instagram Accounts sind!

Bis zum nächsten Mal und ein Hoch auf Instagram,

Hannah.

P.S.: Gemeinsam mit rund 60 österreichischen BloggerInnen bin ich dieses Jahr Teil des „Blogger Adventkalender Österreich“. Dort erwarten euch täglich Gewinnspiele aus allen möglichen Kategorien. Mein Türchen öffnet sich am 5. Dezember und es gibt etwas richtig cooles zu gewinnen! Bis dahin bleibt gespannt!
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