15 Fragen und eine Avocado

Social. 
Ich bin ein Mensch, der irgendwie so gar nicht social ist. Zumindest nicht im realen Leben. Im Internet bin ich es dafür aber umso mehr. Deshalb habe ich auch in meiner Laufbahn als Social Media Opfer schon einige tolle Menschen auf kuriose Art und Weisen kennengelernt, die immer noch eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen. Oh Mann, da könnte ich euch Geschichten erzählen! Aber das mache ich vielleicht ein anderes Mal..

Seit ein paar Monaten kenne ich jedenfalls Magdalena. Im Internet besser bekannt als avocadosandnicetalks.

IMG_20170826_213813_686

Sie schreibt, wie ich, einen (sehr tollen!) Blog. Kennen tun wir uns aber von Instagram.
Weil wir irgendwie auf einer Wellenlänge sind und uns echt gut verstehen, haben wir beschlossen eine kleine Kooperation zu machen. Jede von uns sollte sich 15 Fragen für die andere ausdenken, die wir dann jeweils auf unserem Blog beantworten.
Noch habe ich ihre Fragen nicht gesehen, weil ich mir dachte, dass meine Antworten so vielleicht ein bisschen spontaner werden, aber ich bin definitiv schon wahnsinnig gespannt!
Euch wünsche ich jetzt auf jeden Fall viel Spaß dabei mich besser kennenzulernen und übergebe hiermit an Magdalena..


Liebe Hannah,
es ist toll, dass du so schnell und kurzfristig JA gesagt hast zu einer Art Koop. Da wir relativ schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind (ich hasse Mathe übrigens), habe ich hier 15 Fragen an dich! Es sind persönliche, ausführliche und auch kuriose Fragen. Ich hoffe, du kannst/möchtest sie alle beantworten – ansonsten habe ich ganz unten eine 16. Frage, die du gegen eine der 15 eintauschen kannst, sollte dir eine Frage nicht zusagen oder zu privat sein!
_____

1. Was war deine Lieblingsserie als Kind?
Schloss Einstein. All the way! Ich war so ein riesengroßer Fan dieser Serie, dass ich mir damals sogar immer das Logo tätowieren lassen wollte. Letztes Jahr, in einer Phase, als es gerade keine Serie bei Netflix gab, die ich sehen wollte, habe ich mir sogar alle Staffeln, bis zu der, wo das Internat dann umzieht (Weil es von da an einfach nicht mehr cool war) nochmal angeschaut. Ja, ich bin 24 und liebe es immer noch!

2. Glaubst du an Übersinnliches/Paranormales? Wenn ja, warum – oder hast du eine Story dazu?
Grundsätzlich nicht. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne an solche Dinge glaubt, aber dann irgendwie doch immer wieder zu sehr versucht alles mit Logik zu erklären. Und alles was nicht ganz logisch ist, kann ich nicht so ganz ernst nehmen.
Ich war allerdings schon in Situationen, die mich in dieser Hinsicht wirklich zum Nachdenken gebracht haben. Manchmal bin ich mir einfach nicht sicher, was ich eigentlich glauben soll.

3. Welche Farbe hat deine Zahnbürste?
Ich habe eine elektrische Zahnbürste und sie ist einfach nur weiß.

4. Hast du einen Tick? Wenn ja, welchen oder wie kam es dazu?
Ich denke, dass ich viele kleine Ticks habe, die mir selbst gar nicht so auffallen. Was aber definitiv der Größte ist, ist mein Dusch-Tick, den ich ungefähr seit drei Jahren habe. Zurückzuführen ist das auf eine leichte Form von OCD. In den letzten Monaten hat es sich aber zum Glück stark gebessert. In meiner Höchstphase bin ich ungefähr fünf Mal am Tag duschen gegangen.

5. Zeige uns dein Wallpaper auf deinem PC/Laptop!

love

6. Hast du ein tolles Herbstrezept? 
Jein. Ich koche total selten nach Rezept, weil ich es einfach mag in der Küche zu experimentieren und mir selbst Dinge auszudenken. Also bei mir wird nie etwas zu hundert Prozent gleich gemacht.
Ein Herbstrezept, das aber immer geht ist Kürbis Risotto! Ich mache das immer mit Butternuss-Kürbis, weil er meiner Meinung nach perfekt für cremige Gerichte geeignet ist. Einfach ein ganz normales Weißwein Risotto kochen, angeröstete Kürbiswürfel unterrühren und mitkochen lassen und mit ein bisschen Rosmarin verfeinern – fertig!

7. Bist du momentan aufgeregt? Wenn ja, weswegen? 

Nein, nicht wirklich.

8. Wo fühlst du dich alleine am wohlsten? Lass uns daran teilhaben! 
Ich fühle mich alleine so gut wie überall wohl, außer vielleicht nachts am Friedhof und in dunklen Gassen. Am liebsten bin ich aber generell einfach bei mir Zuhause. Ich hab kein richtiges Wohnzimmer, daher auch keine Couch und verbringe deshalb den Großteil der Zeit in meinem Bett.

2017-10-01 17.53.29

Wie könnte man es auch nicht lieben? ♥︎

9. Was war das Verrückteste, was du je gemacht hast? (eine Haarfarbe, ein Erlebnis,… ganz egal!) 
Das Verrückteste und wahrscheinlich auch Beste, was ich je gemacht habe, war 2015 mein Leben so quasi von einem Tag auf den anderen komplett zu ändern. Ich habe meinen Job gekündigt, meine damalige Beziehung beendet, einen großen Koffer gepackt und bin einfach auf unbestimmte Zeit nach London abgehauen.
Das, was mir diese Erfahrung persönlich gebracht hat, ist mit nichts aufzuwiegen!

10. Was isst du am liebsten zum Frühstück?
Ich esse um ehrlich zu sein nur ganz selten wirklich Frühstück. Wenn, dann kommt da bei mir aber voll und ganz mein britisches Ich durch: Toasted Bagel mit Marmite & Baked Beans ♥︎

11. Wie würdest du deinen Style beschreiben? Zeige uns ein Foto von deinem Lieblingskleidungsstück!
Oh Gott. Wie würde ich meinen Style beschreiben? Ich habe keine Ahnung. In meinem Kleiderschrank findet man jedenfalls keine richtig knalligen Farben, großteils sowieso nur schwarz und eher dunkle Farben. Ich trage so gut wie niemals Hosen, auch Röcke sind eher selten. Dafür besitze ich ungefähr eine Trilliarde Kleider.
Ich orientiere mich styletechnisch sehr gerne an den 60s, aber auch hin und wieder and den 80s und 90s. Mit aktueller Mode kann ich selten wirklich etwas anfangen.
Mein Style ist irgendwas zwischen superbasic, Modgirl, Breakfast Club und Spencer Hastings gemischt mit ein bisschen Grunge. Falls das irgendeinen Sinn ergibt!

Mein Lieblingskleidungsstück ändert sich relativ oft mit dem, was ich mir so kaufe. Deshalb zeige ich euch jetzt einfach meine Lieblingsschuhe, die ich seit ich sie habe so gut wie jeden Tag getragen habe:


Ich kann einfach nicht aufhören, sie zu tragen, obwohl sie schon fast auseinander fallen. Leider werden sie momentan nicht mehr verkauft, sonst hätte ich mir schon mindestens fünf Backups besorgt.

12. Möchtest du mal Kinder? Wenn ja, wie viele? Wenn nein, wieso nicht? 
Unbedingt! Das schönste, was ich mir momentan vorstellen kann, ist Mama zu sein. Wie viele Kinder ich einmal haben werde, bzw. ob sich meine Meinung dazu einmal ändert, wird sich noch herausstellen. Zur Zeit wünsche ich mir jedenfalls zwei Kinder. Idealerweise Bub und Mädchen.

13. Ein Duft mit dem du eine positive Verbindung hast! Welche Verbindung? 
Das ist eine schwierige Frage und ich musste ein bisschen darüber nachdenken. Aber ein Duft, den ich nie vergessen werde, ist der Duft des Ballettsaals in dem ich als Kind und Jugendliche jeden Sommer trainiert habe.
Zehn Jahre lang war ich jedes Jahr in den Sommerferien in einem Ballettinternat. Die Wochen die ich dort verbracht habe zählen zu den schönsten Erinnerungen meines ganzen bisherigen Lebens.

14. Auf was achtest du als erstes bei Menschen? 
Das kommt immer ganz darauf an unter welchen Umständen ich jemanden kennenlerne. Generell fällt mir aber als erstes an Menschen meistens die grundsätzliche Körperhaltung/Körpersprache auf. Das sagt schon ziemlich viel über eine Person aus, finde ich.

15. Hattest du mal ein seltsames Date oder eine seltsame Begegnung mit jemandem?
Oh ja. Einige! Eine, die mir spontan einfällt, habe ich damals auf meinem alten Blog ziemlich genau geschildert. Für alle, die sich die Mühe machen wollen die komplette Story zu lesen, hier der Text:


DIE FRAU MEINES LEBENS – Blog-Beitrag vom August 2015

Mir ist eigentlich selten etwas richtig peinlich.
Weil ich gelernt habe nicht mehr so viel darauf zu halten, was andere Menschen von mir denken und das finde ich ziemlich gut so. Dennoch gibt es manchmal noch Tage, an denen Dinge passieren, die mir, hätte ich die Wahl gehabt, lieber nicht passiert wären. Gestern war so ein Tag:

Ich mache momentan alleine Urlaub in Berlin und da ich ein Mensch bin, der zwar sehr gerne plant, aber am Ende meistens alle Pläne wieder umwirft, bin ich in den letzten Tagen das ein oder andere Mal etwas ziellos durch die deutsche Hauptstadt gelaufen. So auch gestern.
Ich war in der Nähe des Bahnhofs Zoologischer Garten unterwegs, als ich langsam durstig wurde. Mein erster Gedanke war in einen Supermarkt zu gehen und mir ein Getränk zu kaufen. Da aber natürlich genau in diesem Moment weit und breit kein einziger Laden in Sicht war, beschloss ich in einem Cafè oder einer Bar etwas zu trinken. Leider bin ich in solchen Situationen, auch wenn ich noch so durstig, hungrig, oder sonst was bin, extrem wählerisch und nie so richtig zufrieden. Ich laufe also an mehr und mehr Lokalen vorbei, immer mit dem Gedanken, dass da bestimmt bald noch etwas vieeeel besseres kommt. Naja, kann man im Endeffekt dann sehen wie man will.
Nach einigen 100 Metern war ich dann endgültig so durstig, dass ich mir vornahm bei der nächsten Gelegenheit einzukehren. Ohne Kompromisse. Dieser Entschluss hatte zur Folge, das ich mir das nächste Café, das am Ende der Straße auftauchte, gar nicht mehr so genau ansah. Geleitet von meinem mittlerweile fast unerträglichen Durstgefühl betrat ich also das kleine Lokal, das soweit eigentlich ganz nett aussah. Das Einzige was mir auf den ersten Blick auffiel und gleichzeitig etwas ungewöhnlich vorkam war, dass es ausschließlich Tische für zwei Personen gab, an denen sich alle anwesenden Personen gegenüber saßen. Alles sah so geordnet aus.
In der linken hinteren Ecke sah ich einen Tisch, der noch frei war und ohne großartig über die seltsame Sitzordnung nachzudenken, setzte ich mich und wartete, bis jemand vom Servicepersonal kam, um meine Bestellung aufzunehmen.
Anstatt einer Kellnerin bzw. eines Kellners kam jedoch nach ungefähr zwei Minuten eine Frau auf mich zu, die mich ziemlich breit anlächelte und meinte: „Na, dann fang ich doch einfach mal bei dir an.“.
Sie nahm auf dem Stuhl, der meinem gegenüber Stand Platz und wollte gerade die Getränkekarte öffnen, als sie meinen etwas verdutzten Blick wahrnahm.
„Alles klar bei dir?“
„Ja, schon..“, antwortete ich. „Aber womit wollen sie bei mir anfangen?“
Ich muss wohl ziemlich verwirrt ausgesehen haben, denn man hätte meinen können, dass ich der Frau im ersten Moment etwas Leid tat. Dann aber fing sie relativ schnell an zu lachen.
„Du hast gar keine Ahnung, wo du hier gerade bist, oder?“
Ich schüttelte, immer noch völlig irritiert, nur den Kopf.

„Wir machen hier heute Speed-Dating! Aber wer weiß, vielleicht wollte es ja der Zufall, dass du ganz ahnungslos hier her kommst und die Frau deines Lebens findest.“
Sie klang ziemlich optimistisch. Wahrscheinlich fand sie mich ziemlich heiß und meinte mit „Frau meines Lebens“ sich selbst.
Mein Optimismus hielt sich jedoch eher in Grenzen. Wie kam sie überhaupt darauf, dass ich auf der Suche nach einer Frau war?
Peinlich berührt erklärte ich ihr, dass ich kein Interesse hätte und verließ schleunigst das Café.
Draußen musste ich erst einmal stehen bleiben und die eben erworbenen Eindrücke Revue passieren lassen, bis mein Blick auf das Plakat am Eingang fiel:

IM JULI UND AUGUST
JEDEN SAMSTAG um 18:00 SPEED-DATING

FÜR LESBISCHE UND SCHWULE SINGLES!

Classic Hannah.
Im Nachhinein hätte ich wahrscheinlich einen riesigen Spaß daran gehabt, wenn ich einfach dort geblieben wäre, aber im ersten Moment war ich einfach viel zu geschockt.
Bis zum nächsten Mal und ein Hoch auf die Peinlichkeiten des Alltags,
Hannah.

So viel zu diesem Thema! 😀
_____

Ganz liebe Grüße, von der im Bett liegenden Magdalena, die deine Fragen kaum abwarten kann!


So. Ich glaube, ich habe selten so lange für einen Blog-Beitrag gebraucht, aber es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht all diese Fragen zu beantworten. Ich hoffe natürlich ihr konntet mich dadurch etwas besser kennenlernen und dass ich euch und vor allem dich, Magdalena, mit der ein oder anderen Antwort überraschen konnte.

Wenn euch jetzt interessiert, welche Fragen ich so gestellt habe, dann schaut unbedingt bei avocadosandnicetalks vorbei und lasst ein bisschen Liebe da.

Vielen Dank, liebe Magdalena, für die tolle Kooperation. Hoffentlich bald wieder!

Bis zum nächsten Mal und ein Hoch auf Fragebögen,

Hannah

2 Comments

  1. Magdalena

    Die Berlin- Story ist super 😅 hätte nicht gewusst, wie ich reagiert hätte! Herrlich!
    Hat mich mega gefreut und hoffe, wir machen wieder mal was zusammen 🙂
    Ganz liebe Grüße, aus der „jetzt erst recht“ im Bett liegenden Magdalena 😁✌💕

Kommentar verfassen