HOW TO DEAL WITH NETFLIX DEPRESSION

Netflix.
Der Mittelpunkt unser aller Leben.
Nein, aber mal im Ernst: Die meisten von uns haben ein Netflix-Abo. Die, die keines haben, sind wahrscheinlich immer noch damit beschäftigt herauszufinden ob unter Tine Wittlers „Kleidung“ wirklich nur ein einziger Mensch steckt.
Ich persönlich besitze nun seit etwas mehr als zwei Jahren keinen Fernsehanschluss mehr. Ein Jahr davon hatte ich weder ein Abo bei Netflix, noch bei Amazon Video oder sonst wo. Die Frage was ich in dieser Zeit mit meiner Freizeit angestellt habe gleicht auf der Mysterium-Skala ungefähr dem Fall Maddie McCann.
Seit ich mich dazu entschlossen habe monatlich € 2,9975 (Ich teile mir ein Abo um € 11,99 mit drei anderen Personen) an den allseits beliebten Streaming-Dienst zu bezahlen habe ich mehr wertvolle Zeit verschwendet als jemals zuvor. Und es fühlt sich so toll an!

Worum es in diesem Beitrag aber eigentlich geht ist der Haken. Alles im Leben hat doch immer irgendwie diesen Haken, den man niemals kommen sieht, der aber trotzdem jedes Mal wieder da ist.
Es kommt relativ selten vor, dass ich mir bei Netflix einen Film ansehe. Wenn, dann vielleicht noch hier und da ein paar Dokus. Ansonsten bin ich eher so der Serien-Mensch. (Kommt mir das nur so vor, oder verwende ich in diesem Post unglaublich viele Doppelwörter?)
Ich bin jedenfalls ein großer Fan von Serien und wenn ich einmal begonnen habe eine zu schauen, dann bekommt man mich meistens nicht mehr so schnell vom Bildschirm weg. Als ich meiner Mama vor ein paar Tagen erzählt habe, dass ich mit eine Serie begonnen habe, die sie schon gesehen hatte, meinte sie, dass ihr davon nur die erste Staffel richtig gefallen hätte. Zwei Tage später erwähnte ich beiläufig wie gut mir die Serie gefällt.
Sie sagte: „Du wirst sehen, nach der ersten Staffel geht’s bergab.“
Ich sagte: „Aber ich bin doch schon bei der vierten.“
Oh.
Ich schaue Serien in Rekordzeit. Ein Tag – Eine Staffel. Meine persönliche goldene Regel. Wie ich es nebenbei schaffe trotzdem meistens produktiv zu sein ist mir selbst ein Rätsel, aber gut.

Aber wo ist denn jetzt der Haken?
Ach ja! Da war doch was!
Man hat also eine Serie gefunden, die einem gefällt. Und während man nach der zweiten Folge unbemerkt in den Zombie-Modus verfällt und sich den Inhalt des Programms am liebsten intravenös zuführen würde, vergisst man immer wieder eines: Den Tag danach.
Und ich meine nicht den Tag nachdem man 24 Stunden damit verbracht hat seine Augen auf den Bildschirm zu richten, dem doch meistens sowieso nur ein zweiter folgt. Ich meine den Tag nach dem man die letzte Folge geschaut hat. Der Tag an dem man in eine Depression verfällt und sich eine neue Lebensperspektive überlegen muss.
Okay, vielleicht ist das ein bisschen übertrieben. Aber ihr kennt das doch, oder?
Man ist tagelang, manchmal sogar monate- oder jahrelang, so vertieft in eine Serie, dass man sich schon fühlt, als wäre man selbst ein Teil davon und plötzlich ist alles vorbei.
Wie also damit umgehen?

Ich persönlich mache das auf zwei verschiedene Arten:

1. Die Serie schlecht reden
Ich weiß nicht, wie viel Sinn das macht, denn am Ende liebe ich sie meistens immer noch.

2. Die Serie selbst weiterdenken
Wenn ich wirklich überzeugt von einer Handlung bin und mich richtig gut in alles hineinversetzen kann, dann kommt es tatsächlich vor, dass ich nach dem Ende einer Serie damit beginne sie weiterzuspinnen. Und zwar nicht nur in meinem Kopf. Ich schreibe es auf, wie Geschichten, und erschaffe mir so meine eigenen Fortsetzungen. So wie ich es mir wünschen würde.

Am Ende des Tages trauert man vielen Serien trotzdem hinterher und kann irgendwie nie so ganz akzeptieren, dass es vorbei ist. Wie bei Harry Potter.
Was man also wirklich tun kann, um mit einer „Netflix-Depression“ umzugehen, weiß ich selbst nicht so genau. Wenn jemand von euch Vorschläge hat, dann sagt Bescheid!
Ich warte bis dahin sehnsüchtig auf die dritte Staffel von „Vorstadtweiber“, die zweite von „Stranger Things“ und die zweite von „A Series of Unfortunate Events“.
Und was schaut ihr so?

Bis zum nächsten Mal und ein Hoch auf Netflix,

Hannah

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